Klasse Zukunft

Social Media Marketing

Social-Media-Marketing bezeichnet die Nutzung von sozialen Netzwerken zu Marketingzwecken, also zum Austausch, zur Vernetzung und Präsentation von Content, mit dem Ziel, Kund:innenbeziehungen zu stärken und Unternehmen bekannter zu machen.

Aus der Schüler:innenfirmenpraxis

Social-Media-Marketing spielt im Schüler:innenfirmenalltag eine immer größere Rolle. Ganz so überraschend ist das nicht: Instagram ist, neben TikTok, besonders bei jüngeren Menschen beliebt und lässt sich gut für Werbezwecke einsetzen. Laut einer vom Fachnetzwerk Schüler:innenfirmen durchgeführten Umfrage wird Instagram besonders oft für die Schüler:innenfirmenarbeit verwendet: 45% der befragten Schüler:innen gaben an, die App für ihre Arbeit zu nutzen, so auch die Schüler:innenzeitung des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums aus Berlin, die unter dem Handle @herderzeitung regelmäßig Beiträge teilt.

Aktuelles aus der Arbeitswelt

Mittlerweile nutzen viele Unternehmen Social Media für Marketingzwecke: Sie engagieren z.B. Influencer, die ihre Waren und Dienstleistungen auf Instagram oder TikTok bewerben, oder geben Geld aus, um Anzeigen auf Facebook oder Twitter zu schalten. Dabei stellen die bekanntesten Social-Media-Kampagnen allerdings oft nicht die eigene Marke oder das zu vermarktende Produkt in den Mittelpunkt, sondern ihre Kund:innen und sprechen uns auf einer emotionalen Ebene an.

Diese Berufe beschäftigen sich mit dem Thema Social Media:

  • Social-Media-Berater:in
  • Online-Marketing-Manager:in
  • Community-Manager:in
  • Onlineredakteur:in Social Media
  • Influencer:in

Social Media Marketing in Schüler:innenfirmen

So funktioniert es

Allgemeine Informationen

Aufgrund ihrer hohen Nutzer:innenzahlen eignen sich soziale Medien besonders gut für Marketingaktivitäten; so kann schon mit relativ geringem Aufwand ein großes Publikum erreicht werden. Wegen der Vielzahl der Plattformen und der Komplexität ihrer Funktionen ist es jedoch oft schwierig, den Durchblick zu behalten. In unserer Infografik stellen wir euch die größten Plattformen noch einmal kurz vor.

Anwendungsmöglichkeiten in Schüler:innenfirmen

Ihr könnt Social Media Kanäle wie Instagram, YouTube, TikTok oder Facebook nutzen, um gezielt eure Zielgruppen anzusprechen. Wenn es euch vorrangig darum geht, Produkte und Aktionen zu bewerben, sind Kanäle, die Fotos oder Videos verbreiten, die erste Wahl. Durch sogenanntes Cross Posting (Verbreiten der gleichen Inhalte auf mehreren Kanälen) könnt ihr die Reichweite ihrer Social-Media-Kanäle kombinieren und Inhalte leicht über verschiedene Plattformen hinweg teilen. Dies ist besonders praktisch zur Ankündigung von Aktionen, neuen Produkten, neuen Mitarbeitenden oder News, die ihr teilen möchtet. Hier könnt ihr auch direkt in den Austausch mit eurer Zielgruppe gehen und Reaktionen auf eure Produkte erhalten.

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

  • Smartphone / Tablet (idealerweise mit Kamera)
  • PC / Laptop (Zur (Nach-)Bearbeitung von Videocontent)
  • Zugang zum Internet
  • E-Mail-Adresse (idealerweise eine der Schülerfirma)
  • Erstellung eines kostenlosen Accounts
  • Eine Strategie für den Einsatz von Social Media
  • Inhalte, die ihr Posten wollt (Fotos, Text, Videos)

Schritt für Schritt zum Social Media Marketing

Um in den sozialen Netzwerken langfristig erfolgreich zu sein, hilft es, sich vorher über Ziele, Zielgruppen, möglichen Content usw. klar zu werden. Die folgenden Schritte sollen euch dabei unterstützen, eine passende Social-Media-Strategie zu entwickeln.

Ihr solltet wissen, dass die Pflege eurer Social-Media-Kanäle viel Zeit beansprucht, und wenn ihr nicht sofort sehr viele Follower erreicht, ist das ganz normal. Ihr erhaltet so einen Eindruck, wie viel Zeit und Geld Unternehmen investieren, um euch als Kundschaft über diese Kanäle zu erreichen.

Definiert eure Ziele

Mit einem klar formulierten Ziel definiert ihr das Ergebnis, das ihr mit eurer Onlinepräsenz erreichen wollt. Wollt ihr eure Marke bekannter machen? Wollt ihr neue Kund:innen dazugewinnen? Diskutiert in der Gruppe, welchen Zweck ihr verfolgt, sodass ihr eure gesamten Marketingaktivitäten danach ausrichten könnt, denn wenn ihr alle zusammen nach einem gemeinsamen Ziel strebt, werdet ihr größeren Erfolg haben.

Achtet bei der Festlegung eurer Ziele besonders darauf, dass sie realistisch und leicht überprüfbar sind. Auch solltet ihr einen Zeitpunkt festlegen, zu dem das Ziel erreicht werden muss. Das könnte sich in etwa so anhören: „Wir wollen bis Ende des Schuljahrs 50 Follower:innen auf Instagram erreichen,“ oder „Wir wollen unseren Umsatz in diesem Quartal um X Prozent steigern.“

Bestimmt eure Zielgruppe

Danach müsst ihr euch überlegen, welche Personen überhaupt ein Interesse daran haben könnten, eure Produkte oder Dienstleistungen zu nutzen. Das ist dann eure Zielgruppe. Diese zu kennen ist wichtig, weil ihr mit eurem Marketing erfolgreicher sein werdet, wenn ihr potenzielle Kund:innen gezielt mit auf sie zugeschnittenen Angeboten ansprecht. Erstellt am besten eine Persona und überlegt euch, welche Interessen, welche Ziele und Wünsche, etc. ein:e typische:r Vertreter:in eurer Zielgruppe haben könnte. Nutzt dazu auch unsere Vorlage. (Eine detaillierte Anleitung zur Erstellung von Personas findet ihr hier.)

Wenn sich euer Kund:innenkreis auf euer näheres Umfeld beschränkt, könnt ihr die Interessen eurer Zielgruppe(n) außerdem mithilfe einer (Online-) Umfrage ermitteln. Weiter unten findet ihr auch ein passendes Tool.

Lernt eure „Konkurrenz“ kennen

Als Schüler:innenfirma dürft ihr zwar nicht in direkte Konkurrenz zu „echten“ Unternehmen treten. Trotzdem lohnt es sich, deren Social-Media-Aktivitäten im Auge zu behalten. Folgt dazu einfach Firmen auf Instagram und Co., die ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Anhand der Reaktionen auf die veröffentlichten Beiträge könnt ihr sehen, welcher Content bei der Zielgruppe gut bzw. nicht so gut ankommt. Beliebte Posts könnt ihr als Inspiration nutzen, um eigene Ideen für die Content-Erstellung zu entwickeln.

Sucht euch ein oder mehrere geeignete soziale Netzwerke aus

Natürlich könnt ihr euch einfach auf allen großen sozialen Plattformen eine Präsenz aufbauen, aber bedenkt, dass eure Zeit begrenzt ist und ihr innerhalb der Schüler:innenfirma noch andere Aufgaben zu erledigen habt. Deshalb ist es besser, wenn ihr euch zu Beginn auf einen Kanal konzentriert und dort regelmäßig Content einstellt.

Nachdem ihr potenzielle Kund:innen und eure Konkurrenz bereits analysiert habt, sollte es euch leichter fallen, ein geeignetes Netzwerk auszuwählen.

Zudem solltet ihr bei eurer Auswahl darauf achten, dass die Plattform euren Bedürfnissen entspricht. Während beispielsweise Twitter zum Austausch von Ideen und Informationen genutzt wird, könnt ihr auf Instagram Fotos und Videos teilen. Die wichtigsten Content-Formen und auf welchen Plattformen ihr sie am besten veröffentlichen solltet, haben wir in einer Infografik zusammengetragen.

Legt einen Content-Kalender an

Social Media lebt von regelmäßigen Beiträgen; dabei ist es sinnvoll, einen Überblick zu haben, wer was wo postet. Erstellt zu diesem Zweck einen Content-Kalender oder Redaktionsplan. Dieser hilft euch, eure Veröffentlichungen besser zu planen und bei aktuellen Ereignissen auf dem Laufenden zu bleiben.

Zu Beginn könnt ihr alle Aktivitäten, die in eurer Schüler:innenfirma oder Schule stattfinden, in den Kalender eintragen. Alles, was außerhalb eurer Schule passiert, könnt ihr im Internet recherchieren, z. B. bei Wikipedia, wo ihr einen Überblick über alle Feiertage und Ereignisse für jeden Tag des Monats findet. Allerdings solltet ihr nur Events übernehmen, die für eure Arbeit relevant sind.

Anschließend könnt ihr gemeinsam Ideen für Content brainstormen. Überlegt euch auch, in welcher Form ihr den Content erstellen wollt (z.B. Bilder, Videos, Grafiken). Thema, die Art des Beitrags sowie Datum und Uhrzeit der Veröffentlichung und Name der Person, die für die Erstellung verantwortlich ist, tragt ihr schließlich in den Kalender ein. In einer letzten Spalte könnt ihr festhalten, ob der Content tatsächlich veröffentlicht wurde.

Erstellt und veröffentlicht euren Content

Jetzt kommt der anspruchsvollste und zeitaufwendigste Teil: Die Content-Erstellung. Einen kurzen Überblick über die verschiedenen Formen von Content haben wir euch bereits vorgestellt. Dort geben wir auch Tipps, wie ihr digitale Inhalte ansprechend gestalten könnt. Ansonsten findet ihr hier eine umfangreiche Anleitung zur Gestaltung von Grafiken.

Schließlich müsst ihr euch noch Gedanken machen, wie ihr bei der Veröffentlichung vorgehen wollt. Ihr solltet euch gut überlegen, wann ihr postet und es z. B. vermeiden, nachts etwas einzustellen, da viele Menschen dann bekanntlich schlafen. Um herauszufinden, wann eure Zielgruppe online ist, könnt ihr einfach selbst den Test machen: Postet den gleichen Content zu unterschiedlichen Zeiten (morgens, mittags, abends, werktags, am Wochenende) und überprüft anschließend, wann ihr die meisten Reaktionen erhaltet.

Dabei kann euch ein Planungstool wie z.B. Facebook Creator Studio helfen, das es ermöglicht, Beiträge im Voraus einzustellen und automatisch zum gewünschten Zeitpunkt zu veröffentlichen.

In einigen Sozialen Netzwerken gibt es die Möglichkeit einen Unternehmensaccount zu erstellen. Dieser ermöglicht euch, Statistiken zu euren Follower:innen und Aktivitäten zu erhalten.

Analysiert euren Erfolg

Über die sozialen Medien habt ihr Zugriff auf viele Daten, die euch wichtige Informationen zum Verhalten eurer Nutzer:innen liefern. Diese solltet ihr regelmäßig auswerten und eure Strategie gegebenenfalls anpassen. Die Anzahl von Likes, Shares und Kommentaren zeigt euch schonmal recht eindeutig, welcher Content bei euren Nutzer:innen besonders beliebt ist, aber viele Plattformen erlauben euch noch tiefere Einblicke in eure Zielgruppe. Mehr Informationen zu dem Thema gibt es unter „Anwendungen“. Dort erfahrt ihr wie ihr mit dem Analyse-Tool Instagram Insights arbeiten könnt.

Checkliste – darauf müsst ihr achten

Die Art und Weise, wie die großen Social-Media-Unternehmen mit den Daten ihrer Nutzer:innen umgehen, wird durchaus kritisch gesehen. Die Apps sind zwar kostenlos, sammeln aber Nutzungsdaten, die sie dann weiterverkaufen. Auf www.kompass-social.media könnt ihr euch zu der Problematik informieren. Grundsätzlich solltet ihr immer den persönlichen Nutzen solcher Programme gegenüber deren Nachteilen abwägen und für euch selbst entscheiden, was überwiegt. Mit Facebook, Instagram und WhatsApp nutzt ihr übrigens die Anwendungen der gleichen Firma, nämlich Facebook.
Social Media Accounts von Instagram, Facebook und TikTok darf man offiziell ab 13 Jahren verwenden. Die Nutzung von WhatsApp ist erst ab 16 Jahren erlaubt.
Bilder, Videos, Musik und auch Texte sind urheberrechtlich geschützt. Solche Inhalte ohne Erlaubnis zu verwenden kann schnell sehr teuer werden. Achtet genau auf die Nutzungsbedingungen und / oder sucht euch anwaltliche Hilfe.
Bei Fotos und Bildern, die Personen zeigen, benötigt ihr in der Regel das Einverständnis der abgebildeten Personen. Das Einverständnis braucht ihr schriftlich, bei Kindern ist das Einverständnis der Eltern erforderlich, bei Jugendlichen das von Eltern und Jugendlichem. Denkt daran, dass bei Gruppenfotos das Einverständnis jedes Einzelnen benötigt wird.

Mit Social Media Marketing erwerbt ihr folgende Skills

  • die Perspektive zu wechseln und sich in andere hineinzuversetzen
  • effektiv und situationsgerecht zu kommunizieren
  • kreativ zu sein und eigenen Content (Grafiken, Videos, etc.) zu gestalten
  • relevante Daten zu erheben und auszuwerten
  • Grundlagen zu Datenschutz und Urheberrecht

Zusätzliches Material zum Herunterladen

Hilfreiche Links

Auf folgenden Websites findet ihr eine große Auswahl an kostenlosen Bildern, Videos, etc.:

Wenn ihr Medien von diesen Seiten nutzt, solltet ihr euch vorher genau über die Nutzungsbedingungen informieren und darauf achten, dass ihr den Urheberrechtsvermerk bei jeder Verwendung korrekt angebt. Informationen zur Attributierung findet ihr in der Regel auf den Websites selbst:

 

 

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