Klasse Zukunft

Website & Onlineshops

Die Website und der Onlineshop sind wichtig, um das eigene Unternehmen optimal im Internet zu präsentieren und Waren bzw. Dienstleistungen zum Verkauf anzubieten.

Aktuelles aus der Arbeitswelt

Auf einer Website werden heutzutage vielfältige Informationen geteilt sowie Dienstleistungen und Produkte angeboten.

Die technologischen Entwicklungen bringen immer mehr Möglichkeiten für die Präsentation von Angeboten, den Bestellvorgang sowie den Kund:innenservice. Beispielsweise könnt ihr meist auf viele unterschiedliche Arten einfach bezahlen, könnt den Kund:innenservice direkt per Chat erreichen oder probiert Sonnenbrillen online an. Auch Non-Profit-Organisationen wie Vereine profitieren von der eigenen Website, da sie über ihre Projekte informieren und so die öffentliche Wahrnehmung ihrer Angebote erhöhen können.

Berufszweige:

  • Informatiker:in
  • Grafik-/ Webdesigner:in
  • Frontend-Webentwickler:in
  • Content-Manager:in/ Redakteur:in
  • UX/UI Designer:in

Website & Onlineshops in Schülerfirmen

So funktioniert es

Allgemeine Informationen

Eine Website besteht in der Regel aus einzelnen Webseiten, die per Navigation beziehungsweise anhand eines Menüs ausgewählt werden können. Die Startseite einer Website wird auch Homepage genannt.

Hinter den meisten Seiten im Internet verbirgt sich ein HTML-Code, der die Website so strukturiert, wie ihr sie im Internetbrowser, z.B. Firefox oder Chrome, seht.  Der Inhalt einer HTML-Datei wird vom Browser erkannt und auf eurem Bildschirm grafisch angezeigt. Vereinfacht kann man sich das so vorstellen, dass man anhand des HTML-Codes Befehle vorgibt, die der Browser visualisiert.

Heutzutage schreiben jedoch die wenigsten noch selbst die HTML-Dateien. Stattdessen wird häufig mit Content-Management-Systemen (CMS) gearbeitet, was die Gestaltung einer Seite wesentlich vereinfacht. Das geschieht beispielsweise mit WordPress. Die Software hilft euch, Inhalte auf einer Website zu erstellen, zu verwalten und zu ändern, ohne dass ihr selbst einen HTML-Code schreiben müsst oder spezielle technische Kenntnisse erforderlich sind.

Anwendungsmöglichkeiten in Schülerfirmen

  • Selbstdarstellung & Imagepflege
  • Sammeln & Darstellen, z. B. Rezepte, Fotos etc.
  • Anbieten und ggfs. Verkauf von Dienstleistungen oder Produkten
  • Informieren, z. B. zu Verkaufsaktionen oder um neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen
  • Beziehungen zur Kundschaft aufbauen und pflegen
  • Darstellung und Pflege von Kooperationspartnerschaften

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen

  • WLAN
  • Grundlegendes Verständnis über den Aufbau und die Funktionsweisen von Websites sowie Grundkenntnisse in CSS und HTML sind hilfreich
  • Laptop/PC
  • Zeit und Geld für die fortlaufende Pflege, denn Websites sind in der Regel nicht kostenfrei

Schritt für Schritt zum Website & Onlineshop

Präsentation eurer Schülerfirma auf einer Webseite

Formuliert Inhalt & Zielgruppe

Überlegt euch, was und wen ihr mit eurer Website erreichen wollt. So könnt ihr die Inhalte, die Sprache und das Design an eure Kund:innen anpassen und wichtige Elemente sichtbarer platzieren, wie euer Team oder eure Produkte

Schaut auf die technischen Voraussetzungen

Checkt euer Internet an der Schule: Gibt es funktionierendes WLAN? Wie sind die Rahmenbedingungen, d.h. in welchem Setting kann an der Website gearbeitet werden, hat jeder einen Zugang oder muss das über den Account der Lehrkraft erfolgen? Am besten bindet ihr eure Webseite als Unterseite auf der Schulwebsite ein. Ihr könnt aber auch eure eigene Webseite erstellen (z.B. über WordPress). Eure Entscheidung hat ggfs. Auswirkungen auf die Handhabe und Gestaltungsmöglichkeiten.

Klärt vorab die finanziellen Möglichkeiten: Wie viel Geld steht euch für die Erstellung und Pflege der Website zur Verfügung?

 

Erarbeitet eine Gliederung.

Welche Informationen sollen eure Kund:innen durch die Website erhalten? (z. B. “Über uns”, Kooperationspartner, Angebote, Kontakt, Impressum, usw.) Wo sollten diese Bereiche zu finden sein? Die Inhalte, die ihr anschließend erstellt, könnt ihr den Bereichen zuordnen.

ACHTUNGSZEICHEN: Es gibt rechtliche Vorschriften, was zwingend auf eine Webseite gehört. Dazu gehören immer:

Je nachdem, was ihr macht, gibt es weitere Pflichtangaben. Also macht euch schlau oder fragt einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin.

Gebt eurer Website einen Namen

Findet, abhängig von den Inhalten, einen passenden Namen für eure Domain. Der Name sollte Bezug zu euren Produkten oder euren Dienstleistungen haben, weil das Vorteile bei der Benutzung von Suchmaschinen bringt. Prüft, ob ihr den Namen verwenden könnt. Seht dazu z. B. auf https://www.checkdomain.de/domains/domain-name-pruefen.php nach, ob der Name noch verfügbar ist – und findet ggf. einen neuen Namen.

 

Findet einen passenden Anbieter.

Entscheidet euch, über welche Software und über welchen Anbieter ihr die Seite erstellen wollt. Alle Anbieter haben Vor- und Nachteile, kosten unterschiedlich viel und haben unterschiedliche Designs im Angebot.

Die angebotenen Basisversionen sind oft günstig und einfach zu handhaben – bitte beachtet dabei, dass ihr Zusatzfunktionen ggf. dazukaufen müsst.

ACHTUNGSZEICHEN: Es entstehen ggf. monatliche Kosten.

Legt Accounts für alle Mitarbeitenden an

Legt ein Konto beim Anbieter an.
Jede:r, der oder die an der Website arbeiten soll, sollte nach Möglichkeit einen eigenen Account anlegen. Ihr könnt auch mehrere Menschen zum Administrator machen.

Tragt eure Texte ein

Als Startseite könnt ihr eine spezielle Seite anlegen – oder aber das Blog anzeigen lassen, auf dem ihr regelmäßig Neuigkeiten über euch veröffentlicht. Eine Seite (im Gegensatz zu einem Blog-Beitrag) sollte Informationen über euch enthalten, damit die Leser:innen wissen, wer ihr seid und was ihr anbietet.

Ggf. solltet ihr noch eine Seite haben, die euer Thema näher erklärt. Auch hier ist zu beachten, dass evtl. Kosten auf euch zukommen könnten.

Gestaltet eure Website ansprechend

Bindet Fotos und Videos ein, Beiträge werden dann öfter angesehen. Beachtet dabei das Urheberrecht.

Am besten verwendet ihr eigene Produktfotos. Ihr solltet auf keinen Fall Herstellerfotos verwenden, da diese dem Urheberrecht unterliegen – und eine unerlaubte Verwendung sehr teuer werden kann. Achtet darauf, dass die Seiten gut auf dem Smartphone zu lesen sind – die Mehrheit der User:innen ist per Handy im Internet unterwegs.

Möglichkeit der Präsentation eurer Produkte und Dienstleistungen in einem Onlineshop

Möglichkeit 1: Die Produktgalerie

Zeigt auf eurer Webseite eure Produkte und Dienstleistungen, aber verkauft sie ausschließlich in der Schule und im schulnahen Umfeld. So wird deutlich, dass ihr als Schülerfirma ein pädagogisches Ziel verfolgt und kein wirtschaftliches.

Möglichkeit 2: Produktgalerie plus Shop

Ihr könnt bei der Erstellung einer Webseite ein zusätzliches Paket buchen, das den Aufbau eines Webshops enthält oder ihr sucht direkt einen Anbieter für Onlineshops aus.

Überprüft, ob ihr AGB und eine Widerrufserklärung braucht. Die Anforderungen an die Datenschutzerklärung sind hoch. Bitte informiert euch hier bei Expert:innen bzw. bei euren Schülerfirmenberater:innen im jeweiligen Bundesland oder bei einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt.

Der Onlineshop sollte in der Verantwortung der Schule stehen. Er kann so beispielsweise auf einer Unterseite der Schul-Homepage angelegt werden. Es muss deutlich gemacht werden, dass es sich um eine Schülerfirma handelt, die ein pädagogisches und kein wirtschaftliches Projekt ist. Deshalb macht an dieser Stelle bitte keine Angaben zu der Gesellschaftsform, für die ihr euch intern entschieden habt (z.B. S-AG, S-GmbH oder S-Gen), denn eure Gesellschaftsform ist nur ein ausgedachtes Konstrukt. Mit anderen Worten: Ihr nennt euch zwar so, aber rechtlich seid ihr es nicht. Technisch könnte der Hinweis durch ein Popup, Mouse-Over oder eine permanente Kopf- Fußleiste geregelt werden.

Ferner sollte für das wirtschaftliche Handeln die Verantwortung ausgewiesen werden (zum Beispiel die Schule).

Der „Markt“, d.h. die Kund:innen, sollt sich aus dem Schulumfeld ergeben (Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern und Verwandte etc.). Würde der Kund:innenenkreis geöffnet, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass die Schülerfirma als eigenes „echtes“ Unternehmen bewertet wird, das in Wettbewerb mit anderen Firmen tritt und die umsatzsteuerlichen Rechte und Pflichten selbst erfüllen muss (anstatt der Schulträger/Schulförderverein). Schulnahe Kund:innen erreicht z.B. man auf diesen beiden Wegen:

  1. Die angebotenen Waren können nicht online bezahlt oder versandt, sondern lediglich bestellt werden. Abholung und Bezahlung erfolgen in der Schule.
  2. Der Zugang zum Onlineshop sollte über eine Anmeldung/ Registrierung beschränkt sein. Das Login ist nur über eine schulische Mailadresse möglich. Dann kann eine komplette Kaufabwicklung über den Shop erfolgen.
Achtung: Das dürft ihr nicht

Ihr dürft keine Konkurrenz zu echten Unternehmen darstellen. Deswegen dürft ihr keine Produkte über Internethandelsseiten oder -plattformen verkaufen.

Checkliste – darauf müsst ihr achten

Für die Domain und ein gutes Webhosting solltet ihr etwa 5-10 Euro im Monat einplanen. Durch die Nutzung einer individuellen Internetadresse / Domain wirkt eure Website professioneller. Zudem lädt eure Website schneller und ist sicherer vor Störungen.
Achtet darauf, dass der Anbieter, bei dem ihr die Website hostet, seinen Sitz in der EU hat.
Jede Website braucht ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Beachtet bitte die dazu bestehenden Regelungen .
Ein zusätzlicher Onlineshop muss außerdem Allgemeine Geschäftsbestimmungen (AGB) und Widerrufsbelehrungen ausweisen.
Für einige Inhalte der Website, wie Fotos und Grafiken, müssen ggf. weitere Bestimmungen beachtet werden, z. B. um Urheber:innen oder Bildrechte auszuweisen.
Achtet darauf, dass eure Seite HTTPS verschlüsselt ist. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn es um persönliche Daten geht, z.B. bei der Kaufabwicklung in einem Onlineshop.

Mit Website und Onlineshops erwerbt ihr folgende Skills

  • Präsentationsfähigkeiten
  • Rechtliche Vorgaben kennen und beachten
  • Technische Grundlagen der digitalen Welt verstehen
  • Medien analysieren und bewerten
  • Medien in der digitalen Welt verstehen und reflektieren
  • Persönliche Daten und Privatsphäre schützen, Risiken kennen

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