Klasse Zukunft

Glossar

Die wichtigsten Begriffe der digitalisierten Arbeitswelt

Begriffe wie Big Data, Arbeitswelt 4.0 und Künstliche Intelligenz begegnen uns täglich im öffentlichen Diskurs. Die folgende Übersicht ist eine Auswahl an Begriffen, die auch für die Schülerfirmenarbeit im digitalen Zeitalter von Bedeutung sein kann.

AGB/ Allgemeine Geschäftsbedingungen

Schlagworte:

Onlineshop, Website

 

Was ist das?

Die AGB sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die zwischen Käufer:in und Verkäufer:in gestellt werden. Ihr könnt damit beispielsweise regeln, wer die Versand- oder Rücksendekosten im Fall eines Widerrufs trägt, mit welchem Unternehmen ihr liefern möchtet oder auch wie bezahlt werden kann. Ihr müsst also nicht jeden Vertrag einzeln aushandeln.

Eure AGBs sollten übersichtlich und verständlich sein. Ein sinnloses Kauderwelsch nutzt niemandem etwas.

Damit eure AGB wirksam werden, müsst ihr eure Kund:innen ausdrücklich auf die AGB hinweisen. Sie müssen die AGB ohne Schwierigkeiten einsehen können und ihnen ausdrücklich zustimmen.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Für Schülerfirmen, die Waren anbieten, sind die AGB sehr nützlich. Ihr müsstet sonst jeden einzelnen Kauf einzeln verhandeln.

Wichtig! Kopiert nicht einfach fremde AGB. Damit riskiert ihr eine (teure) Abmahnung. Außerdem passen die Bedingungen vielleicht nicht zu euch. Macht euch also Gedanken, wie ihr eure Verkäufe abwickeln wollt und was für euch sinnvoll ist. Seid ihr unsicher, sucht euch Hilfe bei einer / einem Rechtsanwält:in.

Agiles Arbeiten

Schlagworte:

Agiles Projektmanagement, Kanban

 

Was ist das?

Eine Arbeitsweise, die sich durch Flexibilität, wenig Bürokratie, viel Selbstorganisation und Transparenz auszeichnet. Agiles Arbeiten kann als eine Anpassungsstrategie an den Wandel der Arbeitswelt verstanden werden.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

In Schülerfirmen fallen Woche für Woche verschiedenste Aufgaben an, die verteilt und erledigt werden müssen. Agile Arbeitsmethoden und Angebote wie die Schülerfirmen-App „mySchüfi“ können dabei helfen, Abläufe zu visualisieren und zu synchronisieren.

Arbeitswelt 4.0

Schlagworte:

New Work

 

Was ist das?

Der Begriff knüpft an die Diskussion um den Wandel der Arbeitswelt seit Beginn der industriellen Revolution an. Im Zentrum der Betrachtung stehen die aktuellen Topthemen Vernetzung, Digitalisierung und Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Mit der Digitalisierung der Schülerfirmenarbeit wird bereits ein großer Schritt in die Arbeitswelt 4.0 vollzogen. Zu den konkreten Elementen dieser zählen u. a. flache Hierarchien und transparente Kommunikationswege.

Big Data

Schlagworte:

Data Mining, Data security, Hacking

 

Was ist das?

Große Datenmengen werden von Konzernen und öffentlichen Einrichtungen gesammelt und systematisch ausgewertet. Das Ziel ist das Erkennen typischer Muster des Kund:innen-/Nutzungsverhaltens. Große Konzerne wie Google bauen ihr Geschäftsmodell auf dem Sammeln von Massendaten auf.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Für eine Schülerfirma wird die massenhafte Sammlung und Auswertung von Kund:innendaten mutmaßlich keine Rolle spielen. Wichtig sind an dieser Stelle eher die Kenntnis und Bewertung dieser unternehmerischen Strategie.

Business Model Canvas

Schlagworte:

Geschäftsmodell, Businessplan

 

Was ist das?

Das Business Model Canvas ist eine Methode, mit der Schritt für Schritt aus einer Geschäftsidee ein Geschäftsmodell erarbeitet wird. Dies geschieht in Form eines Plakats. Es orientiert sich an allen Elementen, die für die Erstellung eines Businessplans wichtig sind. Für das Plakat ist eine Formulierung in Stichpunkten ausreichend.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Das Business Model Canvas hilft dabei, eine eigene Geschäftsidee strukturiert zu diskutieren und darzustellen. Für Schülerfirmen gibt es vereinfachte Plakate, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können.

CAD-Programm

Schlagworte:

3D-Druck, Konstruktionssoftware

 

Was ist das?

3D-CAD Programme ermöglichen die Konstruktion von 3D-Objekten am PC. Mit ihnen könnt ihr den 3D-Druck vorbereiten.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Online stehen verschiedene (auch kostenfreie) 3D-CAD-Programme zur Verfügung, mit denen ihr eigene 3D-Modelle entwickeln könnt. Einige Schülerfirmen nutzen bereits den 3D-Druck, um individuell konstruierte Produkte zu fertigen.

CC-Lizenzen / Creative-Commons-Lizenzen

Schlagworte:

Verkauf, Gestaltung, Social Media

 

Was ist das?

Creative Commons (CC) ist englisch für „schöpferisches Gemeingut“. Urheber:innen können so ihr Werk, zum Beispiel ein Bild, für andere Menschen kostenfrei unter bestimmten Bedingungen zur Verfügung stellen. Welche Bedingungen das sind, lässt am Kürzel hinter dem CC erkennen. So gibt es zum Beispiel eine CC-BY-Lizenz, bei der ihr, wenn ihr das Werk verwenden wollt, nur den Namen des Urhebers angeben müsst.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

CC-Lizenzen sind eine schöne Sache. Schaut selber, ob ihr Werke mit CC-Lizenzen findet und nutzen wollt. Schaut gern mal hier rein, ob das passende Bild dabei ist.

Achtet auch hier sehr sorgfältig auf die jeweiligen Nutzungsbedingungen.

Cloud Computing

Schlagworte:

Web-Apps, Browser-Apps, Mobile Office, Cloud-Server

 

Was ist das?

Beim Cloud Computing werden Daten, Dienste und Programme nicht auf dem eigenen Computer, sondern auf Servern, die überall auf der Welt stehen können, gespeichert oder ausgeführt.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Cloud-Dienste wie Dropbox, Google-Drive und YouTube ermöglichen das Speichern und Teilen großer Datenmengen. Aus Datenschutzgründen sollte recherchiert werden, in welchem Land (und nach welchem Datenschutzrecht) die Daten dabei gespeichert werden.

Content

Schlagworte:

Social Media, Kommunikation, Marketing

 

Was ist das?

Der Begriff Content bezeichnet digitale Inhalte wie Texte, Bilder, Videos oder andere Formate, die im Web veröffentlicht werden und sich an eine bestimmte Zielgruppe richten.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Wenn ihr einen Social-Media-Kanal für eure Schülerfirma einrichtet, um eure Produkte oder Dienstleistungen bekannter zu machen, müsst ihr diesen regelmäßig mit ansprechendem und zielgruppengerechtem Content füllen.

Corporate Design

Schlagworte:

Website, Grafiken, Druck

 

Was ist das?

Mit einem Corporate Design, kurz CD genannt, entscheidet ihr euch für ein Unternehmens-Erscheinungsbild. So können eure Kund:innen zum Beispiel auf einen Blick erkennen, dass die Broschüre im Flur zu eurem Kiosk, der in der gleichen Farbe oder ebenfalls mit eurem Logo versehen ist, gehört. Ihr schafft damit einen Wiedererkennungswert eurer Firma.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Wenn ihr unterschiedliche Werbemittel erstellen möchtet, wäre es gut, wenn ihr euch über ein Corporate Design Gedanken macht.

Crossposting

Schlagworte:

Social Media, Content, share, teilen

 

Was ist das?

Verbreiten der gleichen Inhalte auf mehreren Social Media Kanälen ohne großen Aufwand.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Besonders im Marketingbereich erleichtert Crossposting die Verbreitung von Inhalten und reduziert den Arbeitsaufwand.

Crowdsourcing

Schlagworte:

Crowdcreation, Crowdfunding, Crowdmapping

 

Was ist das?

Crowdsourcing bündelt die Ressourcen einer großen Gruppe (Crowd) von Internetnutzer:innen, um Projekte inhaltlich umzusetzen und/oder zu finanzieren. Beispiele sind das Online-Lexikon Wikipedia oder die Crowdfunding-Plattform Betterplace.org, auf der Spenden für Projektvorhaben gesammelt werden.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Schülerfirmen können einerseits auf die Arbeitsergebnisse von Crowdsourcing zurückgreifen (z. B. Nutzung von Wikipedia). Andererseits kann Crowdfunding (digital oder analog) genutzt werden, um Projektideen zu finanzieren.

Datenschutz

Schlagworte:

Datensicherheit, Privatsphäre, DSGVO

 

Was ist das?
Datenschutz schützt die Privatsphäre, wenn personenbezogene oder personenbeziehbare Daten unerlaubt erhoben, gespeichert oder weitergegeben werden. Gesetzlich geregelt ist dies in der Datenschutzgrundverordnung, der DSGVO. Zu den personenbezogenen Daten gehören zum Beispiel Adressen. Zu personenbeziehbaren Daten gehören bspw. IP-Adresse und Cookies.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Datenschutz wird immer wichtiger und es gibt Bußgelder für die Nichteinhaltung von Datenschutzbestimmungen.
Ihr solltet daher genau prüfen, welche Daten ihr wirklich nutzen müsst und wie. Wenn ihr Daten erhebt, braucht ihr eine Datenschutzerklärung auf eurer Webseite. Auch eure Formulare solltet ihr mit Blick auf den Datenschutz anschauen.
Datenschutz ist nicht nur online wichtig. Ebenso wichtig ist ausgedruckte personenbezogene Daten sorgsam und verantwortlich zu behandeln.
Seid ihr unsicher, fragt einen/ eine Rechtsanwält:in.

Datenschutzerklärung

Schlagworte:

Website

 

Was ist das?
In einer Datenschutzerklärung wird beschrieben, welche Daten verwendet, gespeichert, und weitergegeben werden. Da IP-Adressen zu den personenbeziehbaren Daten gehören, ist in der Regel eine Datenschutzerklärungen auf Websites erforderlich.
Die Datenschutzerklärung muss mit einem Klick von jeder Unterseite erreichbar sein und beinhaltet Informationen wie zum Beispiel Name und Kontaktdaten der oder des Verantwortlichen, Datenschutzbeauftragte und die zugehörigen Kontaktdaten, Empfänger:innen der Daten, Dauer der Datenspeicherung, Hinweis auf Auskunftsrecht und noch einiges mehr. Was in der Datenschutzerklärung stehen muss, hängt davon ab, welche Daten erhoben werden. Gibt es ein Kontaktformular oder Social Plugins auf der Website? Zudem muss alles gut verständlich formuliert sein.

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Wenn ihr als Unternehmen eine Website betreiben wollt, braucht ihr eine Datenschutzerklärung. Bußgelder und teure Abmahnungen können sonst die Folge sein.
In jedem Fall müsst ihr klären, wer die verantwortliche Person der Website ist und ihr werdet Unterstützung bei der Erstellung einer korrekten Datenschutzerklärung brauchen. Am besten fragt ihr eine/n Rechtsanwält:in.

 

Design Thinking

Schlagworte:

Nutzungsorientierung, Teamarbeit, Kreativitätstechniken, Innovationsmethode

 

Was ist das?

Design Thinking ist eine Sammlung an Methoden, um in Teams kreativ Probleme zu lösen. Dabei werden Sichtweisen und Bedürfnisse der Nutzer:innen (Kund:innen) in den Fokus gestellt. Entwickelte Problemlösungen werden visualisiert, diskutiert und weiterentwickelt.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Der Ansatz des Design Thinking – die Nutzerorientierung und Visualisierung – kann auch für Schulprojekte sehr inspirierend sein. Einzelne Methoden wie der Prototypenbau (mit Pappe, Lego, oder ähnlichem) können mit wenig Aufwand und ohne externe Anleitung umgesetzt werden.

Farbcode

Schlagworte:

Grafiken, Website, Druck

 

Was ist das?

Farbcodes sind Zahlenwerte, die beim computergestützten Design, beispielsweise in der Computerprogrammierung oder bei der Erstellung von Hintergrundtönen oder in digitalen Grafiken für konkrete Farben stehen. Zum Beispiel: Rot: 0, Grün: 151, Blau: 182. Diese könnt ihr euch irgendwo speichern und wenn ihr ein neues Element in eurer Farbe erstellen wollt, darauf zurückgreifen und in der Palette angeben.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Farbcodes könnt ihr für ein einheitliches Corporate Design festlegen.

HTML/HTML-Code

Was ist das?

Der HTML-Code bestimmt lediglich die Struktur. Für das Aussehen werden weitere Computersprachen, wie CSS eingebunden. Damit gestaltet ihr die Seiten und könnt z.B. verschiedene Farben, Schriftarten und Layouts für einzelne Textelemente festlegen.

 

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Schlagworte:

Computer, Internet, E-Mails, Smartphones, Wetterstationen;  Technologien zur Informationsübertragung über Kupferdrähte, Glasfaserkabel, Funk

 

Was ist das?
Geräte, Infrastruktur und Programme, mit denen Informationen digital verarbeitet, gespeichert oder übertragen werden können.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Viele der IKT können im Schülerfirmenalltag genutzt werden, um Prozesse besser zu organisieren und zeitsparend zu arbeiten. Im Programm #SchülerfirmenDigital bietet sich vielfach die Gelegenheit, IKT zu nutzen.

(Customer/Consumer) Insights

Schlagworte:

Social Media, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Kund:innenbeziehungen, Marktforschung

 

Was ist das?
Insights (dt. „Einsichten“), auch Customer oder Consumer Insights, werden durch Datenerhebung gewonnen. Der Begriff meint die Interpretation von Trends in dem Verhalten von Nutzer:innen, die darauf abzielt, ein Produkt oder eine Dienstleistung für den oder die Konsument:in attraktiver zu gestalten.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Jedes soziale Netzwerk erlaubt es, Informationen zu Nutzer:innenverhalten einzusehen. In der Schülerfirma kann es helfen, die Performanz der eigenen Seite zu optimieren und mehr Kund:innen anzusprechen.

(Social-Media-/Marketing-/Werbe-) Kampagne

Schlagworte:

Social Media, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Kund:innenbeziehungen

 

Was ist das?
Im Marketing versteht man unter Kampagne eine zeitlich begrenzte Werbeaktion von Unternehmen, die Imageverbesserung oder Gewinnsteigerung zum Ziel hat.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Auch in Schülerfirmen lassen sich besondere Anlässe finden, um die man eine Kampagne konzipieren kann, z.B. Jahrestage, Weihnachtsmärkte oder Sommerfeste.

Kanban

Schlagworte:

Projektmanagement

 

Was ist das?
Kanban bezeichnet eine bestimmte Art der Zusammenarbeit und bezieht sich nicht auf ein einzelnes Programm bzw. eine App, sondern ist ursprünglich eine Methode, die von Toyota zur besseren Kontrolle der einzelnen Arbeitsschritte in der Autoherstellung verwendet wurde und noch immer wird. Heute wird Kanban oft in der Softwareentwicklung eingesetzt, inzwischen aber auch in vielen anderen Branchen. Das Wort Kanban kommt also aus dem Japanischen und bedeutet „Signalkarte“. Durch Kanban sollen die einzelnen Aufgaben und Arbeitsschritte für alle Teammitglieder auf Karten sichtbar gemacht werden – immer nach dem Prinzip „Machen – Tun – Getan“.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Mit Kanban habt ihr eine gute Übersicht über eure Arbeitsaufgaben ohne dabei viele Zettel auf dem Schreibtisch liegen zu haben – eure Mitschriften und Notizen finden sich dann nämlich auf dem so genannten digitalen Kanban-Board. Ein Kanban-Board ist wie eine digitale Tafel auf der alle wichtigen Projektschritte festgehalten sind. Ihr seht, ob eine Aufgabe bereits erledigt ist oder gerade noch erledigt wird. Grundsätzlich könnt ihr das aber auch einfach auf einer freien Wand oder einer Tafel umsetzen.

Kund:innenstopper (oft Kundenstopper)

Schlagworte:

Werbung, Marketing

 

Was ist das?
Kund:innenstopper sind Aufsteller, die meist beidseitig mit Werbeplakaten oder Informationen bestückbar sind und auf Gängen oder Wegen so platziert werden, dass sie direkt beim Laufen gesehen werden können und die Kundschaft dazu bewegen in das Geschäft zu gehen.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Fast jeder kennt diese Aufsteller, aber kaum jemand weiß, wie sie heißen. Sie sind dort, wo Schülerfirmen mit Laufkundschaft rechnen können auch sinnvoll einsetzbar.

Künstliche Intelligenz (K.I.)

Schlagworte:

Automatisierung, Robotik, OpenAI

 

Was ist das?
Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik. Im Zentrum steht die Entwicklung von Programmen und Maschinen, die in bestimmten Bereichen (z. B. der Erkennung von Bildern und Sprache) die Leistungsfähigkeit menschlicher Intelligenz aufweisen. Diese beruht unter anderem auf dem „maschinellen Lernen“: Programme und Maschinen lernen aus vorgegebenen Beispielen und leiten aus großen Mengen unsortierter Daten verallgemeinerbare Regeln ab.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Falls einzelne Mitarbeiter:innen im Bereich Robotik und Programmierung bereits fit sind oder großes Interesse daran haben, kann das Wissen gezielt in die Schülerfirmenarbeit eingebracht werden. Daraus können Produktideen entstehen, Werbekampagnen ersponnen oder effizientere Arbeitsprozesse entwickelt werden.

Impressum

Schlagworte:

Onlineshop, Website

 

Was ist das?

Das Impressum ist eine Art Visitenkarte – darin kann jede:r Nutzer:in eurer Webseite erkennen, wer verantwortlich für den Inhalt eurer Seite ist. Wer gesetzlich verantwortlich ist, ergibt sich aus der Trägerschaft eurer Firma.

Das Gesetz gibt Mindestanforderungen an das Impressum vor. Es muss gut sichtbar und von jeder Seite aus mit maximal 2 Klicks abrufbar sein. Der Link sollte auch einen eindeutigen Namen wie „Impressum“ oder „Kontakt“ haben. Keinesfalls darf es versteckt sein, zum Beispiel in AGB oder der Datenschutzerklärung oder nur mit bestimmten Programmen lesbar sein.

Das Impressum muss mindestens den (Vor- und Nach-) Namen der verantwortlichen Person enthalten, bei juristischen Personen auch die Rechtsform, die vollständige Adresse und ein Kontakt, unter dem die Person oder das Unternehmen schnell erreichbar ist – meistens ist das eine E-Mail Adresse und Telefonnummer – und soweit vorhanden, die Umsatzsteuernummer.

Für bestimmte Gruppen gelten ergänzende Vorschriften. Gastronomiebetriebe zum Beispiel müssen auch die zuständige Aufsichtsbehörde angeben, nebst Intranetseite und Anschrift der Behörde. Dies soll sicherstellen, dass Verbraucher:innen bei Verstößen eine Ansprechpartner:in haben.

Werden jouranlistisch-redaktionelle Inhalte angeboten, muss auch hier ein Verantwortlicher mit Namen und Anschrift genannt werden – das ergibt sich aus § 55 II Rundfunkstaatsvertrag. Bei Zeitungen sind das meistens die Geschäftsführung und der oder die Chefredakteur:in.

Werden auf der Webseite Waren oder Dienstleistungen angeboten, so muss ein Link im Impressum auf die Onlinestreitbeilegungsplattform hinweisen.

Die gesetzlichen Regeln findet ihr im Telemediengesetz, unter https://gesetz-ttdsg.de/.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Alle Betreiber:innen einer Website, die nicht ausschließlich privat genutzt wird, sind durch das Gesetz dazu verpflichtet, ein Impressum anzugeben. Das Impressum muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.

Ist eure Schülerfirma unter dem Dach der Schule, des Schulträgers oder des Schulfördervereins organisiert, solltet Ihr prüfen, ob ihr nicht das bestehende Impressum nutzen könnt.

Wer kein Impressum hinterlegt, obwohl er dazu vom Gesetz verpflichtet ist, dem drohen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro und teure Abmahnungen.

Also macht euch schlau und fragt im Zweifel eine / einen Rechtsanwält:in um Rat.

Makerspace

Schlagworte:

FabLab, Repair Café, offene Werkstatt, Maker-Bewegung

 

Was ist das?
Makerspaces sind offene Werkstätten und Treffpunkte für Personen, die technisch-gestalterisch tätig werden möchten. Vor Ort werden häufig technische Gerätschaften wie 3D-Drucker, Laser-Cutter und CNC-Fräsen zur Verfügung gestellt, mit denen Einzelteile nach Bedarf erstellt werden können. Ziel ist der Austausch über und das Verfügbarmachen der Technologien für Privatpersonen.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Makerspaces sind mittlerweile vielerorts zu finden. Vor Ort kann Know-how zur technischen Bedienung erfragt und viele Geräte direkt ausprobiert werden. Falls eine Schülerfirma selbst entsprechende Geräte besitzt, können auch andere Schüler:innen eingeladen und ein eigener kleiner Makerspace aufgebaut werden.

Open Source

Schlagworte:

Open Software, Open Content, Open Educational Resources (OER), Creative Commons

 

Was ist das?
Open Source heißt „quelloffen“. Quelloffene Programme können kostenlos genutzt und dank des offen liegenden Quelltextes theoretisch von jedem verändert und angepasst werden. Auch Wissen (Open Content) und Lernmaterialien (OER) oder z. B. Baupläne für Hardware oder Designs können offen verfügbar sein.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Open Software darf von jeder Person genutzt, vervielfältigt und verändert werden. Den überwiegenden Teil der Angebote können Schülerfirmen kostenfrei nutzen. Open Content und OER-Material kann frei genutzt und unter bestimmten Bedingungen verändert werden.

Unterschied Open Source / Hoster

Was ist das?

Oft könnt ihr Software in Form von Apps, Programmen oder Spielen auf euer Handy oder euer Laptop herunterladen und installieren.

Manche Programme sind auch online direkt über das Internet nutzbar. Dann sind sie auf einem sogenannten Server gespeichert.

Es ist nicht üblich, dass Programme als Open Source Software zwar kostenlos heruntergeladen werden können, zur Nutzung über das Internet aber ein Server nötig ist, auf dem das Programm installiert ist. Für diese Dienstleistung, die Bereitstellung des Servers, können Unternehmen nun wieder Geld verlangen. Diese Unternehmen werden Hoster genannt.

Software für Videokonferenzen wie Jitsi oder BigBlueButton steht kostenlos zur Verfügung. Um eine Videokonferenz durchzuführen, braucht es einen schnellen Internetanschluss und genügend Rechenleistung. Deshalb gibt es Anbieter, die die Software auf ihren (schnellen) Servern installieren und gegen Geld einen Zugang dafür zur Verfügung stellen. Deshalb ist es wichtig, zwischen dem Programm und dem Unternehmen, dass das Programm online zur Verfügung stellt, dem sogenannten Hoster, zu unterscheiden.

Obwohl die Software kostenlos ist, kann es also sein, dass ihr für die Nutzung zahlen müsst. Da das Programm dann auf dem Server eines Unternehmens installiert ist, müsst ihr darauf achten, welche Datenschutzbestimmungen das Unternehmen hat und wo die Server des Unternehmens stehen.

Persona

Schlagworte:

Social Media, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Kund:innenbeziehungen, Marktforschung

 

Was ist das?

Ein:e idealtypische:r Vertreter:in eurer Zielgruppe. Das kann eine reale Person, die ihr vor Augen habt, oder eine fiktive Figur sein.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Die Erstellung einer Persona dient zur Definierung der eigenen Zielgruppe.

Prototyping

Schlagworte:

Design Thinking, Produktentwicklung, Visualisierung

 

Was ist das?
Prototypen sind stark vereinfachte Modelle von Produktideen. Sie können z. B. als Skizzen gezeichnet, mit Bastelmaterial gebaut oder mit Grafikprogrammen erstellt werden. Ziel ist es, in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand ein greifbares Produkt zu erstellen, das potenziellen Kunden präsentiert und von ihnen getestet und bewertet werden kann.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Der Prototypenbau kann dabei helfen, ein gemeinsames Bild einer Produktidee zu schaffen und diese Eltern oder Freund:innen vorzustellen, um so Feedback zu erhalten. Dadurch erhalten Schülerfirmen wertvolle Hinweise für die Optimierung des Produkts, bevor weitere Zeit und weiteres Geld investiert werden.

Recht am eigenen Bild

Schlagworte:

Website, Social Media


Was ist das?

Jeder Mensch hat das Recht am eigenen Bild und darf bestimmen, ob und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm oder ihr veröffentlicht werden. Das gilt auch bei Gruppenfotos für jede einzelne Person.

Bei Veröffentlichungen von Fotos ist daneben auch das Urheberrecht zu beachten. Der Fotograf/die Fotografin als Urheber:in muss eingewilligt haben, dass sein/ihr Foto veröffentlicht werden darf (s.u. Urheberrecht).

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

In Schülerfirmen gibt es häufig Anlässe bei denen Personen öffentlich auf Websites oder in Social Media gezeigt werden. Ihr braucht dafür die Einwilligung aller abgebildeten Personen. Bei Kindern müssen die Eltern mit ihrer Unterschrift zustimmen, bei Jugendlichen sogar Eltern und Jugendliche. Um euch abzusichern, holt ihr die Einwilligung am besten schriftlich ein.  Das klingt umständlich, ist aber besser, als eine (teure) Abmahnung zu kassieren oder sogar strafrechtlich belangt zu werden.

Am besten erstellt ihr euch eine Vorlage für eine Einverständniserklärung. Diese sollte genau aufführen, wo und zu welchem Zweck die Bilder der Personen gezeigt und verwendet werden und Platz für die Unterschrift der Personen haben.

Rollups (auch Roll Ups oder Roll-Ups)

Schlagworte:

Marketing

 

Was ist das?
Dabei handelt es sich um individuell bedruckte, ca. zwei Meter hohe Werbe-Banner, die durch ein Aluminiumgestell aufrecht gehalten werden. Ihren Namen haben sie wahrscheinlich der Aufbaufunktion zu verdanken. Rollups können als Rollen verpackt transportiert und am Einsatzort durch ineinander steckbare Aluminiumstangen und flexible Banner (ca. 200 x 85 cm) zusammengebaut werden.


Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Rollups werde oft auf Bühnen und in großen Hallen verwendet. Wegen ihrer Größe ziehen sie viel Aufmerksamkeit auf sich und bilden einen schönen Hintergrund.

Server

Was ist das?
Server sind Computer, die normalerweise in großer Anzahl in großen Rechenzentren oder sogenannten Serverfarmen stehen. Die Server bieten für Kunden wie Privatpersonen oder Unternehmen Speicherkapazität und/oder Rechenleistung. Server sind immer dann nötig, wenn Daten, Programme oder Spiele dauerhaft über das Internet zugänglich gemacht werden sollen. Jede Webseite die ihr im Internet findet, ist irgendwo auf einem Server gespeichert. Auch die Daten die ihr in der Cloud ablegt, werden am Ende physisch auf der Festplatte eines Servers gespeichert. Auch online nutzbare Programme sind immer auf einem Server gespeichert.  Wenn ihr das Programm nutzt, verbindet sich euer Computer über das Internet mit dem jeweiligen Server dafür. Da der Schutz der auf den Server gespeicherten Daten immer den Datenschutzbestimmungen des Anbieters und den Gesetzen des jeweiligen Landes unterliegt in dem sich der Server befindet, macht es für euch einen Unterschied, ob die Server in Europa oder in den USA stehen.

Social Media Marketing

Schlagworte:

Web 2.0, Targeting, Storytelling

 

Was ist das?
Mithilfe digitaler Medien können sich Menschen online vernetzen, miteinander kommunizieren und Inhalte formulieren. Dazu zählen unter anderem soziale Netzwerke, Blogs und Foren. Da sehr genaue Information über das Nutzungsverhalten in den Kanälen vorliegt, werden dort gezielt Marketing-Kampagnen durchgeführt (Social Media Marketing).

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Die sozialen Medien, in denen sich Zielgruppen häufig bewegen, eignen sich besonders für Werbeaktionen. Eine innovative Technik ist das digitale Storytelling, bei dem – meist im Videoformat – eine emotional packende Geschichte um das Produkt herum gesponnen und dargestellt wird.

(Social-Media-/Marketing-) Strategie

Schlagworte:

Social Media, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Kund:innenbeziehungen

 

Was ist das?
Ein längerfristiger Plan, der zur Erreichung der Unternehmensziele dient.

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Bevor man sich eine Präsenz im Web aufbaut, ist es hilfreich, sich vorher über Ziele und Zielgruppe Gedanken zu machen und eine Strategie zu erstellen.

Stand-up-Meetings

Schlagworte:

Projektmanagement, Zusammenarbeit

 

Was ist das?
Stand-up-Meetings sind kurze, zeitlich begrenzte Besprechung, die in der Regel im Stehen stattfinden. Das Stehen hilft dabei, dass die Besprechung kurz bleibt. Oft finden sie vor dem Start in den Arbeitstag statt.

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Damit ihr gut ins Arbeiten kommt und Bescheid wisst, wie weit die anderen sind, was sie tun und wie der aktuelle Stand ist, könnt ihr diese Art von kurzen Meetings einsetzen. Sie funktionieren auch digital

Urheberrecht

Schlagworte:

Creative Commons, Recht am eigenen Bild, GEMA, OER, Markenrecht, Copyright

Was ist das?

Das Urheberrecht schützt geistiges Eigentum. Darunter fallen zum Beispiel Musikdateien, Fotos, Karten, Texte, Markenzeichen. Um solche Werke zu nutzen, braucht ihr die Einwilligung des Urhebers / der Urheberin.

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Bilder, Videos und Texte sind überall im Internet verfügbar. Schaut ganz genau hin, ob, wie und wie lange ihr etwas nutzen dürft. Denn die Nutzungsrechte können inhaltlich, räumlich und zeitlich eingeschränkt werden. Ein Bild, welches ihr für die Webseite nutzen dürft, darf vielleicht nicht auf Flyer gedruckt werden. Mit der Bearbeitung und Veränderung von Bildern, Videos oder Texten ist Vorsicht geboten. Veränderungen greifen ganz erheblich in das Urheberrecht ein.

Auch kostenfreie Inhalte bleiben urheberrechtlich geschützt und sind an Bedingungen geknüpft. Meist muss beispielsweise der oder die Urheber:in genannt werden. Es lauern auch Fallen: Viele Datenbanken erlauben nur den kostenlosen Download, schränken aber die Nutzung ein. Man kann auch nicht erkennen, ob die Datenbank tatsächlich die Urheber- oder Nutzungsrechte hat.

Schaut also genau hin. Abmahnungen und Schadensersatzklagen sind teuer. Im Zweifel holt euch Rat von einer / einem Rechtsanwält:in.

Usability

Schlagworte:

User Experience, Interface, Nutzerorientierung

 

Was ist das?
Die Nutzbarkeit (Usability) beschreibt, wie benutzerfreundlich IT-Systeme sind. In Betrieben spielt Usability sowohl für Mitarbeitende als auch für Kunden eine wichtige Rolle: Je besser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer Software umgehen können, desto effizienter arbeiten sie. Kunden bleiben länger in einem Onlineshop, in dem sie sich gut zurechtfinden.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Das Feedback der Kund:innen ist wichtig. Egal, ob in der digitalen Welt oder beim Direktverkauf: Feedback sollte stets gesammelt werden und in die Weiterentwicklung des Angebots einfließen.

Vektorgrafik

Schlagworte:

Laser Cutter, Produktentwicklung

 

Was ist das?

Vektorgrafiken sind zweidimensionale Grafiken, die PC-gestützt erstellt werden können. Sie ergeben zweidimensionale Darstellungen, wie z. B. Linien und Kreise.

Sie werden bei der Arbeit mit dem Laser Cutter genutzt, um die Schnittpunkte zu markieren, an denen der Laserkopf das Material zertrennen soll.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Wenn ihr individuelle Produkte mit dem Laser Cutter herstellen möchtet, kommt ihr um die Arbeit mit einem Vektorprogramm nicht herum. Vektorgrafiken könnt ihr beliebig verkleinern oder vergrößern, ohne dass sie “verpixeln”, wie man das von Bildern und Fotos kennt.

Websichere Schriftart

Schlagworte:

Website

 

Was ist das?

Zu den websicheren Schriftarten gehören: Arial & Arial Black, Courier New, Georgia, Helvetica, Lucida Sans/Lucida Grande, Tahoma, Times New Roman, Trebuchet MS, Verdana. Sie werden im Web sehr sicher richtig angezeigt.

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Für Schülerfirmen, die eine eigene Website betreiben, ist möglicherweise wichtig, dass die Website überall gleich angezeigt wird und der Schrifttyp immer gleich aussieht.

Widerrufs- und Rückgaberecht

Schlagworte:

Rückgaberecht, Onlineshop

 

Was ist das?

Wer online einkauft, schließt einen Kaufvertrag mit dem oder der Händler:in ab. Dieser Kaufvertrag kann in der Regel innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen durch die Kundschaft aufgelöst . Es ist wichtig, dass ihr eure Kund:innen über das Widerrufs- und Rückgaberecht genaustens informiert und die Rückgabefrist angebt, sonst können sie den Vertrag noch in einem  Jahr widerrufen.

 

Warum ist das für Schülerfirmen interessant?

Das Widerrufsrecht gilt mit wenigen Ausnahmen bei allen Onlinekäufen. Man kann es nicht ausschließen.

Über das Widerrufsrecht müsst ihr aufklären, sonst drohen (teure) Abmahnungen, außerdem ändert sich die Rechtslage zu euren Ungunsten. Also, macht euch schlau und holt euch im Zweifel Rat bei einer Rechtsanwältin /einem Rechtsanwalt.

Nach dem Widerruf müssen die Käufer:innen die Ware innerhalb von 14 Tagen auf eigene Rechnung zurücksenden und die Schülerfirma den Kaufpreis inklusive Versandkosten rückerstatten.